Zukunftsinitiative EIFEL

Eifelkonferenz 2011

Fit für die Zukunft? Wie berufliche Bildung Fachkräfte in der Eifel sichern kann

So lautet das Thema der Eifelkonferenz 2011, die am 14. Oktober im Kultur-, Konferenz- und Messezentrum Triangel in St. Vith (B) stattfand.

Rund 200 Teilnehmer beschäftigten sich mit den Herausforderungen des demografischen Wandels für die berufliche Bildung in der Eifel. Künftig ist gerade in ländlichen Räumen ein zunehmender Mangel an Auszubildenden und Fachkräften zu befürchten. Die geringe Bevölkerungsdichte, längere Wege und damit verbundene Auslastungsprobleme erfordern Maßnahmen, die der Schließung oder inhaltlichen Marginalisierung von Ausbildungsstandorten entgegenwirken.
 
Es müssen konkrete, gut durch¬dachte Ausgangs¬bedingungen geschaffen werden, die es ermöglichen, die Berufsbildung auf einem hohen Niveau weiter auszubauen und kohärent zu gestalten. Schächeren Schülern muss ein adäquates Angebot hin zu einer Qualifikation geboten werden. Andererseits müssen auch gute Schüler als zukünftige Leistungsträger, Innovationskräfte und Unternehmens¬gründer für die berufliche Ausbildung gewonnen werden und hier ihre Chance für eine zukünftige Karriere erkennen können. Arbeitnehmer müssen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten ständig den Erfordernissen des Arbeitsmarktes anpassen. Besondere Chancen für die Eifel ergeben sich aus der Grenzlage.

In einem Impulsreferat skizzierte Dirk Werner vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die berufliche Bildung und unterstrich insbesondere die Herausforderungen für die Eifel.

Wie es in der Praxis aussehen kann, qualifizierte Mitarbeiter für Handwerk und Gewerbe zu gewinnen, zeigten fünf Beispiele, so genannte  „Best Practices“.
Die Ausbildungsinitiative des Gewerbevereins Kempenicher Land tut mit Ausbildungsplatz-Börse und -Atlas viel dafür, Jugendlichen möglichst viele berufliche Möglichkeiten zu eröffnen.
Den relativ jungen Beruf  „Kauffrau/Kaufmann für Freizeit und Tourismus“ stellte Jörg Höhne vom Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg in Köln vor.
Studium ohne Abitur – dafür machte sich Günther Behr, Geschäftsführer der Handwerkskammer Trier, stark.
 
Thomas Pankert, Direktor des Zentrums für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes Eupen, stellte vor, wie die grenzüberschreitende Lernortkooperation in der beruflichen Aus- und Weiterbildung zur Mobilität der Lehrlinge und Betriebe und zur Aufrechterhaltung einer bedarfsgerechten Infrastruktur in der Eifel beiträgt.
Die Qualifizierungsberatung der IHK Trier unterstützt die Betriebe dabei, Fachkräfte zu entwickeln und zu sichern.

Erstmals präsentiert wurde bei der Eifelkonferenz der Film „Fachkräfte für Handwerk und Gewerbe in der Eifel: Chancen durch Kooperation“. Er stellte den Einstieg dar in eine Podiumsdiskussion, an der Oliver Paasch, Unterrichtsminister der Deutschsprachigen Gemeinschaft; Hans Richard Palmen vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium; der Aachener Städteregionsrat Helmut Etschenberg; Wolfram Leibe, Leiter der Agentur für Arbeit in Trier; der Aachener IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes sowie Ritter Yves Noël, Verwaltungsratspräsident des Unternehmens NMC (Noël-Marquet & Cie) und Vorstandsmitglied des belgischen und des wallonischen Unternehmerverbandes teilnahmen.

 

downloads:

Impulsreferat
 

    Best-Practice-Beispiele aus der Eifel
     

        

        

        

        

        

        

        

          

        

        

        

        

        

        

        

        

    Film „Fachkräfte für Handwerk und Gewerbe in der Eifel: Chancen durch Kooperation“
     


     

    bewegen. bewirken. begeistern.